WalAria

Wir wollen unser 20jähriges Jubiläum feiern.

Wir laden schon jetzt zu unserer Auftaktveranstaltung WalAria im Frühjahr 2020 ein. Ein musikalisches Theaterstück, das sich einem aktuellen Thema widmet: unserer Umwelt und insbesondere sauberem Wasser.

Die WalAria wird gleichzeitig auch unsere diesjährige Benefizveranstaltung sein, mit der wir wieder Spenden für unser Kindernothilfeprojekt in Mali sammeln – wir freuen uns also nicht nur auf aufregende Proben, eine gelungene Aufführung, sondern auch auf viele Spenden.

WalAria?

Das Wortspiel legt es schon nahe: Es wird gesungen werden. Aber mehr noch: der alte Mythos von Undine wird aufgenommen, Elemente der Popkultur kommen hinzu und so entsteht etwas Neues, Aufregendes und Eigenständiges. Viel mehr wollen wir noch nicht verraten.

Damit alles klappt, gibt es schon viele Vorbereitungen, erste Proben und auch Exkursionen in die Welt des Theaters, der Musik, der Bühne. Davon berichten die folgenden zwei Beiträge.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir auch einen regelmäßigen Blick in die Rubrik Aktuelles.

Backstage und Bühnentechnik an der Komischen Oper Berlin

Schon im September ging es für die erste Gruppe von 16 Schülern der 7. – 9. Klassen auf eine Exkursion in die Komische Oper; zwar bei verregnetem Wetter, aber um so lohnender war das Ziel:

täuschend echter Bühnenwald
täuschend echter Bühnenwald

Wir wurden belohnt mit dem Einblick einer gerade laufenden technischen Einrichtung und Lichtprobe auf der Bühne der Komischen Oper. Aufwendig wurde ein Rasen ausgelegt mit wirklich echt wirkenden Bäumen aus Holzstämmen und Kunstmaterial.

Vorsichtig und die Techniker nicht störend huschten wir schmale Wege entlang auf der Hinterbühne und in den labyrinthischen Katakomben. Das Magazin hinter der Bühne öffnete uns einen fantastischen Einblick über die Dimensionen der Bühnenbilder! Alles muss viel viel größer sein als in der realen Welt, um auf der Bühne zu wirken! Um solche Requisiten transportabel zu machen, müssen sie auseinander- und zusammengebaut werden können.

Der Technische Leiter, die richtige Berufsbezeichnung ist Technikmeister, war unser Ansprechpartner und hat angewiesen, wo wir hinter der Bühne laufen durften. Dieser Mann hatte alles im Blick und unter Kontrolle!

geheime Räume...
geheime Räume…

Unter der Bühne konnten wir noch eindrucksvoll sehen, welche Gerätschaften vorhanden sind, um Darsteller auf der Bühne erscheinen und wieder im Boden verschwinden zu lassen. Auch von der Decke, genannt Bühnenturm, können Darsteller und Requisiten herunter gelassen werden oder schweben und fliegen.

Absolut wichtig war zu erkunden, wo das Pult des Inspizienten hinter der Bühne versteckt ist. Der Inspizient ist die verantwortlichste Person in einem Stück, denn er oder sie gibt allen Beteiligten das Zeichen zum Auftritt, zum Lichtwechsel, zum Bühnenbildwechsel, zum Kostümwechsel….einfach zu allem, was eine Produktion am Abend am Laufen hält. Der Inspizient darf niemals krank sein, denn nur er weiß alle Abläufe!

Auch der Orchestergraben war sehr eindrucksvoll. Er ist ein bisschen versteckt vor und unter der Bühne. Für die Kontrabassspieler, die ganz am äußersten Rand sitzen, dienen Monitore um dem Dirigenten folgen zu können.

Zu guter Letzt fanden wir noch Platz im Parkett und entdeckten das Technikpult hinter einer Glasscheibe. Gerade wurden Lichteinstellungen geprobt und programmiert und wir erlebten das grüne Grad der Bühne in rot, gelb und giftgrün…wunderschön!

Für jede neue Produktion gibt es eine Konzeptionsbesprechung für alle Beteiligten. So weiß jeder, was wann wie zu tun ist.

Solch eine tolle Ausrüstung wie an der Komischen Oper haben wir am Gymnasium natürlich nicht, doch haben wir nun eine Vorstellung davon, wie Abläufe hinter der Bühne sein können.          (Claudia Herr)

Workshop „Notation intuitiv“ in Zepernick angeboten vom Landesmusikrat „Jugend komponiert“ (2. Oktober)

Nach einem Auswahlverfahren im Vorfeld durften drei Schülerinnen und Schüler an einem ganz außergewöhnlichen Workshop des Landesmusikrates „Jugend komponiert“ teilnehmen. Dies waren Frida M. Golembowski 8A, Johanna Trepte 10A und Simon Trepte 11.

Im Rahmen des Zeitgenössischen Musikfestivals Zepernick leitete der Komponist und Klangkünstler Thomas Gerwin den Workshop an.

Insgesamt 12 Teilnehmer mit verschiedensten Instrumenten von Violine über Stimme bis hin zum Fagott und Violoncello sowie Keyboard und Musik via Computer haben nun erwartungsvoll wie in einem Klassenraum gesessen. Konventionell war das nicht, was nun folgte:

Graphische Zeichnungen, die Melodielinien, Tonaktionen, Klangereignisse sortierten, konzipierten und ordneten haben wir erst skizzenhaft, dann als Partitur entworfen und gespielt.

Eine Komposition nach graphischen Zeichen? Das geht? Das klingt? Das ist schön?

Wir haben uns einfach drauf eingelassen und schließlich tatsächlich eine kleine Präsentation geschafft, die ein solides Ergebnis zeigen konnte.
Für uns eine neue musikalische Denkweise und eine neue Welt, wie noch Musik komponiert und gespielt werden kann.

Für unser Projekt WalAria ein experimenteller Ansatz, alle Schüler musikalisch mit ihren Fähig- und Fertigkeiten einzubeziehen und in Eigenverantwortung eine Komposition zu kreieren.

Letztlich entscheiden wir, die Macher, was wir auf der Bühne spielen! (C. Herr)