Märchenhaft ging es vor kurzem bei uns zu, und zwar sogar zwei Mal. Drei Mal wäre aus gattungstheoretischen und zahlenmagischen Gründen zwar besser gewesen, aber naja.

Geladen hatten die Theaterkurse des zehnten und elften Jahrgangs und präsentiert wurde Selbstgeschaffenes. Fast, muss man hinzufügen, denn es gab altbekannte Vorlagen. Märchen bildeten nämlich die Grundlage der Parodien. Rotkäppchen, Rapunzel, die sieben Zwerge, Hänsel und Gretel, Schneewittchen – sie alle werden uns in Erinnerung bleiben. Zum Beispiel das wunderschöne Rapunzelchen mit den schönen goldenen Haaren und der etwas zu tiefen Stimme, genderfluid möchte man fast meinen. Oder auch der unwillige Spiegel vor den sieben Bergen, der mehr work-life-balance und Urlaub will und von den dümmlichen Fragen eines eitlen Prinzen zu Recht genervt ist.
Oder die sieben Zwerge vertikal benachteiligten, männlich gelesenen Märchenpersonen mit einem besonders schlauen und deshalb besonders nervigen Schlauzwerg

Die Kurse haben sich unter der Anleitung von Kursleiterin Gladigau allerlei Witziges überlegt und überzeugend auf die Bühne gebracht.
Und so gab es dann auch ordentlich Applaus, sowohl bei der Abend- also auch bei der nachmittäglichen Schüleraufführung.
Wir sagen Danke für die unterhaltsame Theateraufführung! (mehr …)