Gemeinsam ein Zeichen gegen Kinderarbeit setzen

Veröffentlicht am im Schuljahr 2025/2026

Der 10. Juni ist der Welttag gegen Kinderarbeit – eigentlich sollte das jeder Tag des Jahres sein. Oder noch besser: Er sollte unnötig sein.
Gemeinsam mit der Kindernothilfe wollten und wollen sich unsere Schüler der 6. Klasse aber nicht mit einem Welttag zufrieden geben.

Trage Verantwortung!

– mit diesem Appell haben sie es sich deshalb zum Ziel gesetzt, ein Zeichen zu setzen und auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen.

Schuften für einen Hungerlohn

für Kinderrechte und gegen Kinderarbeit
für Kinderrechte und gegen Kinderarbeit

Unterstützung fanden die jungen Gymnasiasten  bei der Kindernothilfe. Schon seit über 10 Jahren sammeln die Schüler unseres Freien Gymnasiums mit ihren Benefizläufen Spenden, und so fanden sie sich zusammen und sammelten dieses Mal Ideen. Und man kann sagen und sehen, dass Gutes herauskam. In einem Workshop (Workshop gegen Kinderarbeit) vertieften die Schüler zunächst ihr Wissen über Kinderrechte, vor allem aber über die Lebensverhältnisse, in denen viele Kinder leben und auch arbeiten müssen. Dass in Nepal zwölfjährige Jungen in Ziegeleien schuften müssen, nicht mehr zur Schule gehen können oder Mädchen sogar an Fremde als Haushaltshelfer weggegeben werden, empörte die Heranwachsenden vollkommen zu Recht.

Wie aber setzt man als kleiner Zwölfjähriger ein möglichst großes Zeichen? Indem man sich mit anderen zusammentut – zum Beispiel mit der Kindernothilfe – und dazu noch möglichst einflussreiche Unterstützer findet; zu letzteren später mehr.

auf dem Weg zur ersten Tasche
auf dem Weg zur ersten Tasche

Im Workshop wurde es dann kreativ. „Trage Verantwortung!“ – das passt gut zu Tragetaschen und so wurden Schablonen designend und mehrere Dutzend Taschen besprüht, jede ein Unikat und in Farben, die helfen auf das Thema Kinderarbeit aufmerksam zu machen.

 

 

Als Action!Kidz mit prominenter Unterstützung

Möglichst einflussreiche Unterstützer zu finden war das Ziel, und da die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Teil der Kindernothilfe-Kampagne Action!Kidz sind, konnten sie sich an deren Schirmherrin wenden.

durch Flure und Büros
durch Flure und Büros

Also ging es nach Berlin ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Und wer immer in den langen Gängen und in den Büros des Ministeriums anzutreffen war, der wurde mit Hilfe der Taschen und nachdrücklicher Erklärungen auf den Missstand der Kinderarbeit aufmerksam gemacht.
Und dann war es Zeit die Schirmherrin zu treffen. Bundesministerin Bärbel Bas nahm sich zwischen Rentenkommission und Treffen mit dem Kanzler Zeit, um mit den Kindern über Kinderrechte zu sprechen und auch über Möglichkeiten, wie man gegen Kinderarbeit angehen kann.

Gemeinsam gegen Kinderarbeit
Gemeinsam gegen Kinderarbeit

Und die Taschen? Waren wie geplant verteilt und so wurden vor Ort noch ein paar besprüht und Frau Bas übergeben.

Wenn also Taschen dazu auffordern, Verantwortung zu tragen und sich gegen Kinderarbeit einzusetzen oder sich das Ministerium nun stärker gegen Kinderarbeit einsetzt, dann ist es auch das Verdienst der Sechstklässler des Gymnasiums Panketal.